Kapitel 8

In dem ich Wasser fange und Quallen berühre

Hunderte Körnchen unseres Wesens bröckeln auf den Boden, bis wir uns selbst bewusst werden und sich alles in Welten und Asche trennt. In Welten und Asche.

241 N.TH. – 2639 N.CHR. – DIE QUALLENPHASE – 13. UMBRUCH
06. FEBRUAR – 09. FEBRUAR

Es ist Mittwoch, der 06. Februar und einen Tag nach meinem Telefonat mit Glen, als wir aufbrechen und weiterreisen, gen Osten bis zu einem Ort namens Fuengirola. Dort schlagen wir in einem Haus einige Kilometer vom Strand entfernt ein neues Lager auf. Und wir kommen ihm immer näher, denke ich. Wir kommen dieser einen Qualle immer näher, die ich so sehr in meinen Händen zu halten begehre.

Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut haben, suchen wir uns den Weg durch die Trümmer, die von Wind und Regen abgetragen und fast schon zu Staub zerfallen sind. Dichter Nebel umhüllt uns und unser Schweigen. Selbst der Streit, den Ciar und Liam vor einer Weile noch ausgefochten haben, hat sich im Nichts verlaufen und so huschen wir wie Geister durch die tote Stadt.

In der Nähe einer alten Werft, die ich nur als solche erkenne, weil Manjana darauf hinweist, finden wir die Fähre vor Anker liegen, wie Glen es uns beschrieben hatte. Doch trotz seiner Prophezeiung bin ich unerwartet beeindruckt von der Größe des Wasserfahrzeugs, ist sie doch mit denen, die ich kenne, in keiner Weise zu vergleichen. Diese Gewalt des schwarzen Riesen, der nur teilweise aus dem Nebel hervorragt und ungerührt der Wellen bewegungslos im Wasser liegt, bereitet mir einen Schauer, der eiskalt meinen Rücken hinabrinnt.

»Wie kommen wir dort jetzt hoch?«, frage ich und schaue am Bug hinauf, dann an der Seite entlang, aber so weit meine Sicht reicht – auch wenn das durch den Nebel nicht sehr weit ist – kann ich nichts erkennen, das einem Aufstieg oder einem Eingang gleicht. Bin ich jemals auf einer solchen Fähre gefahren? Wenn es so ist, dann kann ich mich nicht daran erinnern.

»Weiter hinten müsste es eine Möglichkeit geben, hineinzukommen«, erklärt Ciar mit in die Hüfte gestemmten Händen. »Ich habe mir das gestern auf dem Orbit genau angesehen. Die Boote müssten auf der gegenüberliegenden Seite zu finden sein, wenn ich das richtig verstanden habe.« Er sieht mich an und ich erkenne in seinen Augen dieselbe Geschäftigkeit von früher, wenn er mir bei der Lösung von Problemen hatte helfen müssen. »Man braucht nur zwei Personen, um eins der Rettungsboote zu Wasser zu lassen, deswegen schlage ich vor, dass Jana, Nima und du unten bleiben.« Er deutet auf einen steinernen Steg, der im Großen und Ganzen bröckelig und instabil aussieht, doch ich kann mir schon denken, was Ciar erwarten wird. »Ihr könntet euch dort drüben positionieren und von dort aus alles koordinieren. Klar?«

»Klar«, murmle ich und schaue auf die dunkle, unruhige Wasseroberfläche, die immer wieder von einzelnen Quallen durchbrochen wird. Mir wird schlecht bei dem Gedanken an die Massen, die in den Tiefen aneinandergequetscht werden, wie sie hin und her wabern, A’en irgendwo zwischen ihnen eingekeilt – hilflos in der braunen, verseuchten Suppe.

Um ihn dort herauszuholen, würde ich auf noch viel brüchigere Stege klettern.

Es gelingt Ciar und Liam recht schnell, eins der an den Seiten befestigten Rettungsboote zu Wasser zu lassen und bereits eine Stunde, nachdem wir uns voneinander getrennt haben, befestigen wir es an einem morschen Holzsteg in der Nähe, wo es etwas geschützt unter einem Dach liegen kann.

Ich bin unsicher, ob das von uns gewählte Boot überhaupt ein Rettungsboot ist, denn im Gegensatz zu denen, von denen Manjana erzählt hat, ist es kleiner und einfacher konstruiert. Es ist groß genug für schätzungsweise zehn Personen und wird durch einen ähnlichen Antrieb gesteuert wie die Levits. So schwebt es auch einige Zentimeter über dem Wasser, wenn es aktiviert ist, was einerseits praktisch wegen der Quallen oder bei unruhigem Seegang ist, andererseits weiß niemand von uns genau, wie diese Technologie funktioniert, was sie in gewisser Weise unberechenbar macht. Wir beschließen also, die Tage des schlechten Wetters zu nutzen, um uns so gut wie möglich durch die im Orbit gespeicherten Daten zu lesen, um nicht unvorbereitet aufs Meer hinauszufahren.

Abtrennung

Es ist der 09. Februar, als die Sonne das erste Mal seit Tagen wieder aus ihrem Kleid aus Wolken und Nebel hervorkriecht und sowohl Wind als auch Regen sich offenbar in andere Gefilde verzogen haben.

»Ich denke, heute können wir es wagen«, sagt Ciar, als wir alle gemeinsam nach draußen treten, und ich bin kurz davor, einfach aufzuspringen, zum Meer zu laufen und mich bereit für das Abenteuer in das Boot zu stürzen. Viel zu lange sitzen wir hier schon fest, viel, viel zu lange muss ich schon auf die Chance warten, meine Träume endlich in Realität zu tauchen und A’en als Quallenseele aus dem Wasser zu ziehen, ihn wieder bei mir zu haben, ihn berühren zu können, wenn auch nicht als Mensch.

»Wann brechen wir auf?«, frage ich den Wächter, während auch Manjana und Liam die frischen Strahlen der Sonne zu genießen scheinen, ihre Gesichter gen Himmel recken und ihre Schutzjacken nur langsam über die Haut streifen.

»So schnell wie möglich.« Ciar steht noch immer an die Tür des niedrigen Hauses gelehnt da, in dessen Keller wir in den letzten Tagen untergekommen sind und ich bin so froh, dass heute vielleicht die letzte Nacht sein wird, in der wie dieses finstere Loch werden bewohnen müssen, sollten wir erfolgreich sein.

»Dann lasst uns alles bereit machen«, fordere ich alle auf, kann den Tatendrang bereits durch mein Herz pochen spüren und binde meine inzwischen wieder orangeblonden Haare mit raschen Bewegungen zu einem Zopf zusammen. »Heute ist ein großer Tag!«

Abtrennung

Das glitzernde Wasser unter der noch niedrig stehenden Sonne, die an einem blassfarbenen Himmel hängt, ist das Schönste, das ich seit Wochen gesehen habe. Nur wenige Schönwetterwolken ziehen noch über uns hinweg und der Dunstschleier am tiefen Horizont ist in warmen Orangetönen gehalten, denen wir mit unserem Boot entgegen fahren.

Der friedliche Anblick bessert meine Laune um so vieles, dass sich meine Zuversichtlichkeit ins Unendliche steigert. Farben in dieser Intensität glaube ich nur noch am Morgen und am Abend sehen zu können, wenn die Sonne den Himmel und die Welt bunt färbt, als hätte sich auf diesem Planeten nie etwas geändert. Vielleicht hat es das auch nicht – nicht in den Augen des Universums. Die Sonne scheint noch, die Erde dreht sich noch. Nur wir sind untergegangen. Aber während mir Gischt und Fahrtwind durch das Haar peitschen, denke ich, dass heute der Tag werden kann, an dem alles gut wird. Heute sein muss.

Wir hatten beschlossen, Jana und Nima auf dem Festland zurückzulassen, damit sie den Tag damit verbringen könnten, unsere Reisevorräte aufzufüllen, zu sortieren und Wäsche zu waschen. So eigenartig es mir auch noch immer vorkommt, inzwischen vertraue ich diesen Personen um mich herum so sehr, dass mich ein warmes Gefühl empfängt, wenn ich daran denke, nach einem langen Tag auf dem Wasser in eine warme Wohnung zu kommen, wo Essen und frische Kleidung auf mich warten. Da wir alle mit dem behelfsmäßigen Keller nicht zufrieden sind, haben die beiden Wächterinnen sogar angeboten, nach einem angenehmeren Unterschlupf zu suchen, was meine Vorfreude auf den Abend nur zusätzlich steigert. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich einmal in Anwesenheit meiner Jäger so wohlfühlen würde.

Ciar hat sich in den letzten Tagen mit der Steuerung des Bootes auseinandergesetzt und weiß inzwischen genug, um die kleine Konsole am hinteren Teil bedienen zu können. Liam ist vor allem hier, um irgendwie auf mich aufzupassen. Ich weiß, dass seine Anwesenheit alles andere beruhigend für mich sein sollte, noch immer läuft mir ein eiskalter Schauer über den Rücken, wenn ich in seine Augen schaue, seine Stimme höre, denn so viele Jahrhunderte lang habe ich mich vor ihr gefürchtet. Heute jedoch weiß ich, dass er mich schon einmal aus Ciars Fängen befreit hat, ohne dass er selbst einen ersichtlichen Nutzen daraus hätte ziehen können. Alle nützlichen Kernpartikel sind vernichtet, der eigentliche Sinn der Wächter in diesem Leben ausradiert und sie könnten tun, was sie wollen. Trotzdem sind sie hier, trotzdem rettet mich Liam vor Ciars unvorhersehbaren Anwandlungen. Deswegen bin ich froh, dass er hier ist.

Mich an den Halterungen zu beiden Seiten festklammernd, betrachte ich die Weite des endlosen Horizonts über der braunen, quallengefüllten Brühe, über die wir ohne Erschütterungen gleiten. Die Fahrt in dem Boot fühlt sich tatsächlich kaum anders an als in einem Levit und dieser Umstand gibt mir Sicherheit, denn selbst wenn wir die Kontrolle über die Steuerung verlieren sollten, wäre ein Kentern wohl nicht möglich. Trotz des festen Materials, das sich rau unter meinen Fingern anfühlt, bin ich unsicher, denn große Mengen Wasser haben mir schon immer Respekt eingeflößt, Angst vor Unendlichkeit, Erinnerungen an das alte Meer, das uns damals, in der ersten Phase, noch umgeben hat.

»In welche Richtung?«, fragt Ciar das erste Mal nach unserem Aufbruch und ich schaue mich zu ihm um. Liam sitzt zwischen uns, aber im Gegensatz zu unserem Steuermann erwidert er meinen Blick nicht, sondern sieht nahezu gedankenverloren aufs Wasser hinaus.

Auf ungewisse Empfindungen in meinem Herzen vertrauend, deute ich in eine Richtung und Ciar korrigiert unseren Kurs entsprechend.

»Wie weit ist es noch?«

»Das sage ich dir, wenn ich es weiß«, murmle ich und werde selbst von Minute zu Minute verwirrter von all dem, was sich in meinem Kopf abspielt, sodass ich mich kaum mehr auf etwas konzentrieren kann. Ich kann das Gefühl, das mir verrät, wo A’en sich befindet, selbst nicht erklären oder begründen. Vielleicht sind es die Tattoos, die Glen in unsere Seelen gebrannt hat, damit wir einander innerhalb der vielen Leben leichter finden können. Vielleicht ist es auch etwas anderes, ich weiß es nicht.

Immer wieder fragt Ciar nach Richtungsangaben und durch vage Angaben steuern wir gemeinsam immer weiter vom Festland fort. Als wir die Küste bereits nicht mehr sehen können, verlangsamt er das Tempo jedoch und ich wende mich irritiert zu ihm um.

»Wir sind jetzt schon einmal im Kreis gefahren«, erklärt er, während wir noch immer an Geschwindigkeit verlieren. Der Antrieb ist vollkommen geräuschlos, aber der Wind und das Rauschen des Meeres füllen die Stille auf angenehme Weise.

Ich murmle eine Entschuldigung und versuche, mich wieder zu konzentrieren.

»Ich weiß auch nicht, was los ist«, versuche ich mich zu erklären, schaue auf meine Hände hinab. Das tue ich in letzter Zeit immer öfter, als müsste ich mich davon versichern, dass ich noch da bin, so entrückt fühle ich mich. Dabei liebe ich gleichzeitig den Wind in meinem Haar, die immer wärmer werdenden Sonnenstrahlen auf meiner Haut. »Ich …« Ich weiß nicht genau, ob ich überhaupt in der Lage bin, einen so genauen Kurs anzugeben, mich nur nach dem richtend, was irgendein kleiner Teil meiner Seele flüstert.

»Bekommst du das hin, wenn du Zeit hast, dich zu besinnen?«, fragt Ciar so geduldig, wie ich ihn von früher, aus unserem alten Leben kenne. Zumindest das macht mir ein wenig Mut.

»Ja, ich denke schon«, meine ich schwer schluckend und nicke unsicher vor mich hin. »Ich brauche nur eine kurze Pause, um … mich zu sammeln, denke ich.«

»Gut«, bestätigen die beiden Männer und ich spüre ihre Blicke unangenehm auf mir ruhen. Liam drückt mir eine Flasche aus unseren Wasservorräten in die Hand und ich nehme dankbar ein paar Schlucke daraus, während ich mich etwas über die Seite des Bootes lehne und versuche, mich mit dem Gedanken, diese wabernde Tiefe unter uns zu haben, anzufreunden.

Ich habe so unendliches Mitleid mit den halbtoten Geschöpfen, die an der Oberfläche treiben. Keine von ihnen kann es sein, denke ich. Keine von ihnen kann er sein, auch wenn ich nicht weiß, warum. Trotzdem möchte ich ihnen helfen – ihnen allen, diesen unschuldigen Seelen. Sie erinnern mich an mich selbst, können sie doch nichts für den Zustand dieses Systems und müssen trotzdem so große Qualen unter seiner Ordnung und Unordnung leiden.

Eine Hand nach unten ausstreckend berühre ich einen der kleinen Quallenkörper. Weiß oder durchsichtig sind sie, das Schimmern, das sie vielleicht einmal in der Tiefe und in sauberem Gewässer hatten, ist schon längst verschwunden. Viele von ihnen habe ich in den letzten Tagen am Strand ins Meer zurückgesetzt, wenn es nicht die feuerroten oder die orangefarbenen waren, die schlimme Verbrennungen auf der Haut hinterlassen. Aber hier sehe ich keine von ihnen. Nur die friedlichen, farblosen Geschöpfe, die willenlos von Welle zu Welle getragen werden.

Es zieht mich hinab.

Nun, da wir gehalten haben und sich das emotionale Chaos in meinem Kopf gelegt hat, weiß ich, was meine Verwirrung verursacht hat. Es zieht mich kaum mehr in Richtungen, kaum mehr nach rechts, links, Süden oder Norden. Es zieht mich hinab in das Meer, hinab in seine Tiefen. Irgendwo hier muss er sein.

»Ciar«, sage ich entschlossen und wieder schauen beide mich an, als ich mich umwende. »Ich denke, wir sind ganz in der Nähe. Das ist es, was mich gerade so irritiert hat.«

»Und wohin genau müssen wir?«

Ich deute mit dem Finger in eine Richtung, für die ich mangels Kompass keinen Namen habe, nur ein wenig rechts von uns.

»Kurz dorthin, aber nur langsam«, weise ich ihn nun wieder sicher an, während mein Bauch vor Aufregung prickelt.

Es dauert noch einige Meter, in denen ich Ciar leicht in die eine oder andere Richtung schwenken lasse, bis ich ihn anweise, zu halten.

»Hier«, flüstere ich, denn ich spüre es ganz deutlich – hier ist sie, die Kraft, die mich aus dem Boot heben und mich in die Untiefen des Wassers zerren will. Hier ist sie, seine verlorene Seele.

Abtrennung

Ich kann nicht sagen, wie viele Stunden wir damit verbringen, Quallen mit unserem riesigen Netz aus dem Wasser zu sammeln, anzusehen und wieder hineinzuwerfen, um mit der Zeit immer tiefer und tiefer zu gehen. Die Sonne wandert über den Himmel und schon bald werden meine Arme müde, meine Finger schrumpelig und vor allem wund vom schmutzigen, säuerlichen Wasser. Oft höre ich Liam und Ciar vor Anstrengung stöhnen, nur selten wechseln wir ein Wort oder trinken aus unseren Wasserflaschen, gönnen uns keine Pause. Niemand beschwert sich und ich beiße die Zähne zusammen, in der ständigen Hoffnung, im nächsten Netz wäre er dabei.

Der Nachmittag bricht mit Wind und Wolken herein, was wir alle befürchtet hatten. Ab und an weise ich Ciar an, die Position des Bootes über dem Wasser zu verändern, wenn ich spüre, dass seine Qualle hinfort treibt. Doch entgegen aller Entschlossenheit, die ich heute Morgen besessen habe, schreien meine Muskeln nach Erholung, während wir Mal für Mal das Netz sinken lassen und es wieder heraufzerren. Die roten Quallen verbrennen die Haut meiner Arme, bevor wir sie wieder über Bord werfen können. Langsam verdunkelt sich der Himmel und fröstelnd schlinge ich die Jacke wieder um meinen Körper, während das Wasser immer höhere Wellen schlägt und die Gischt uns bald jedwede Sicht nimmt. Und so sinken von Minute zu Minute meine Hoffnungen.

Er ist zu tief, denke ich. Viel, viel zu tief, selbst mit unseren längsten Seilen, an denen wir das Netz befestigen, kommen wir nicht hinab.

»Es ist zwecklos.« Es ist das erste Mal auf unserer Reise, dass Liam spricht und eigentlich dabei nur das sagt, was wir alle drei schon die ganze Zeit über denken. Wir besitzen keine Taucherausrüstung und konnten auch nirgends auf der Fähre etwas Vergleichbares finden. Wir wissen nicht genau, wonach wir suchen, und können uns dabei nur auf das schwammige Gefühl verlassen, das uns hierher gebracht hat.

»Wir dürfen nicht aufgeben!«, rufe ich mit Nachdruck, fast schon flehend, gegen das Tosen der Wellen an. »Nun sind wir hier, wir können nicht einfach aufhören!«

Die beiden Wächter werfen einander einen nachdenklichen Blick zu, nicken dann jedoch beide.

»Gut«, ruft Ciar, auch wenn er ungehalten wirkt, und wirft das Netz wieder aus. All das hier scheint so sinnlos, das weiß ich. Aber es ist das Einzige, das wir tun können.

Abtrennung

Als der frühe Abend beginnt, haben sich Sturm und Wellen wieder gelegt, auch wenn sich der Himmel noch immer in tiefes Grau hüllt und die kühle Brise mich von Minute zu Minute mehr frieren lässt. Die letzten Stunden haben wir vor allem damit verbracht, unsere Position immer wieder zu verändern, zu korrigieren, um der Qualle zu folgen, die in den Tiefen immer weiter in andere Gewässer gewirbelt wird.
Ich bin nass von den Haaren bis auf die Haut und unter uns scheinen sich nur noch orange und rote Quallen zu befinden, es ist uns kaum mehr möglich, unsere Netze zu entleeren, ohne ihre Tentakel zu berühren.

Abtrennung

Als Nebel aufkommt und sich so schnell wie unerwartet über uns legt, ist die Hoffnung inzwischen vollkommen aus unseren Venen gewichen, und so beschließen wir, kehrt zu machen. Wir brauchen einen anderen Plan. Ich weiß, dass wir es weiter versuchen können – es weiter versuchen müssen – und doch ist mein Herz unglaublich schwer bei dem Gedanken daran, ihn zurücklassen zu müssen. Ich kann ihn doch nicht wieder gehen lassen.

»Wir versuchen es morgen noch einmal«, murmelt Ciar, als er das schwebende Wassergefährt wieder wendet, um mit uns in Richtung Strand zu fahren. Ich verberge das Gesicht in meinen kalten Händen und versuche, meine Enttäuschung darüber zu unterdrücken, meine Hoffnungen auf den nächsten Tag, die nächsten Tage vielleicht, zu konzentrieren, doch es fällt mir so schwer, so unendlich schwer.

Während Ciar noch damit beschäftigt ist, den Weg zur Küste zu programmieren, versuche ich erfolglos, meine Hände an meiner Kleidung trocken zu reiben, aber alles ist hoffnungslos durchnässt. Meine Zähne klappern, als ich mir die Haare zu einem Zopf binde, ich kann mich schon kaum mehr an das Gefühl der Euphorie erinnern, das mein Denken heute Morgen noch so zweifellos beherrscht hat.

»Wir hätten damit rechnen müssen, dass es nicht am ersten Tag klappt«, murmle ich eher zu mir selbst als an die anderen gerichtet, trotzdem nicken die Männer, auch wenn sie nicht sehr enttäuscht aussehen. Vor allem Liam verdenke ich es nicht – A’en ist ebenso sein Fluch wie die Wächter der meine.

Gerade will ich mich noch ein weiteres Mal zu Ciar umdrehen, um mich zu erkundigen, warum es nicht losgeht, als ein Ruck durch das kleine Boot geht, der Antrieb zu versagen scheint, der uns einige Zentimeter über der Wasseroberfläche hielt, denn wir landen auf dem Wasser. Ich unterdrücke einen Aufschrei, kralle mich in der Halterung zu beiden Seiten fest, als Wasser in das Boot schwappt und wir alle sofort unsere Beine nach oben ziehen. Zwei giftige Quallen wurden mit hereingespült und Liam macht sich daran, sie mit dem Netz wieder herauszufischen und zurück ins Wasser zu werfen, während Ciar noch immer fahrig mit den Fingern über die Oberfläche des Kontrollmoduls streicht.

»Verdammt, was war das?«, grummelt er, ich sehe sein verärgertes und irritiertes Gesicht, als ich mich zu ihm umwende.

Mein eigenes Herz schlägt noch immer ganz schnell, während ich unsere Umgebung mit den Augen absuche, doch zum Glück ist das Wasser ruhig, zum Glück hat sich der Wind gelegt. So treiben wir nur auf der Stelle umher, während ich bereits nach den Paddeln taste, die unter unseren Sitzgelegenheiten angebracht sind.

»Ich habe keine Ahnung, was das Problem ist«, erklärt Ciar nach einer Weile.

Inzwischen hat sich Liam zu ihm hinüber gebeugt und sie tüfteln gemeinsam an dem Modul, während das mulmige Gefühl in meinem Magen wächst. Der Nebel um uns herum scheint immer dichter zu werden, ich kann inzwischen kaum einen Meter weit sehen. Seine Färbung ist eine eigenartige Mischung aus Weiß und einem verwaschenen Grau – und so viel Nebel uns in den letzten Wochen auch begleitet haben mag, so dick und zäh wie jetzt war er noch nie. Kleine Wassertropfen sammeln sich auf meiner Haut, während ich mich wieder und wieder in alle Richtungen umdrehe und das Kribbeln in meinem Bauch zunimmt.

Das bedrückende Gefühl breitet sich in all meinen Gliedern aus, festigt sich in meinen Adern, und bricht zusammen mit einem so heftigen Kopfschmerz über mich herein, dass ich mir erschrocken mit der Hand über die Stirn fahre und einen gequälten Laut über meine Lippen presse.

Das Gesicht in den Händen verbergend, ringe ich mir ein »Was ist das?« von den schweren Lippen, presse die Hände an meine Stirn, krümme mich zusammen und schmecke Blut auf meiner Zunge, noch immer im angestrengten, aber verzweifelten Versuch, mich zu konzentrieren. Und alles verschwimmt vor meinen Augen.

Abtrennung

Heute stelle ich mir vor, dass du der Ozean bist, und ich glaube in dir zu ertrinken. So falle ich in deine Präsenz und kann mir nichts Schöneres vorstellen, als ganz in dich zu kippen und mich in deinem Lächeln zu entfalten. Wenn du der Ozean wärst, würdest du mich empfangen, mich mit deinen Wogen umschließen und mir den Schmerz nehmen. Doch je weiter ich wieder aus dir auftauche, umso deutlicher spüre ich ihn wieder, umso klarer kehren Verwirrung und Angst in meine Venen zurück, bis ich unbestreitbar wieder wach bin.

Ich weiß nicht, wie lange ich bewusstlos war, als ich meine Augen flackernd öffne und der Nebel um uns herum noch immer nicht verschwunden ist. Das Boot liegt vollkommen ruhig da, noch immer direkt auf der Oberfläche, doch keine Welle lässt uns schwanken, nicht einmal die leichte Brise hinterlässt eine Kräuselung auf dem spiegelglatten Wasser.

Vielleicht waren es tatsächlich nur ein paar Sekunden, in denen ich die Kontrolle über meinen Körper verloren habe, aber viel quälender als die Frage nach dem Wie ist für mich das Warum hinter all dem. Mit Erschrecken erkenne ich, dass Ciar und Liam beide bewegungslos hinter mir in ihren Sitzen hängen, als ich mich zu ihnen umwende. Und so sehr ich auch an ihren Körpern, an ihrer feuchten Kleidung rüttle, ihre Namen rufe, sie wachen einfach nicht auf. Sie öffnen ihre Augen nicht, sind beide fahl und leblos.

Was für ein Alptraum ist das?

»Ciar, Liam, kommt schon«, murmle ich, im verzweifelten Versuch, den blonden Wächter wachzurütteln, als Tränen der Angst beginnen, mir die Sicht zu verschleiern.

In die Komposition negativer Empfindungen, die mich zu verschlingen drohen, mischt sich das klamme Gefühl, beobachtet zu werden. Als würden sich die Blicke des Nebels wie Schleier über meine Haut falten, spüre ich die Blicke und will mich ducken, mich auf den Boden legen, um nicht gesehen zu werden und um zu warten, bis all das hier vorüber ist, bis ich aufwache aus dieser wirren Illusion.

»Liam? Liam!«, flüstere ich immer wieder und rüttle an seinem Arm. Bis auf das Rascheln unserer Kleider und dem Fiepen meiner Stimme ist nichts zu hören. Nichts. »Liam, bitte wach auf!« Doch er bewegt sich nicht, er bewegt sich einfach nicht und in meinem Kopf hämmert noch immer dieser stechende Schmerz gegen meine Stirn. Und so muss ich nach einiger Zeit wieder von ihm ablassen und versuchen, mich auf das Atmen dieser feuchten Luft zu konzentrieren.

Wo sind wir? Ich schiele zum Orbit hinüber, der aus Ciars Jackentasche hängt, richte mich halb auf, schiebe mich über die Körper der beiden hinweg, taumle und schwanke, bis ich am Ende nach dem Gerät greifen kann. Was nun? Wir haben nur einen Orbit, deswegen kann ich Jana und Nima nicht erreichen.

Glen? Ich entscheide mich gerade dazu, lieber ihn anzurufen als niemanden, als das Gerät in meiner Hand sein typisch dumpfes Summen von sich gibt und ich vor Schreck zusammenzucke, mein Herz noch einen weiteren Sprung macht und ich auf den roten Kommunikator hinabschaue, während das Surren des Geräts die Stille durchbricht.

Nur zitternd bin ich in der Lage, die Schaltfläche zu betätigen, um das eingehende Gespräch anzunehmen. Keine Nummer erscheint auf dem breiten Screen, der sich vor mir bildet. Kein Gesicht, nur eine dunkle, unbekannte Stimme.

›Ich weiß jetzt, wer du bist.‹ Ich starre auf das schwarze Bild vor mir und weiß nicht, was ich sagen soll, während das Blut unkontrollierbar schnell durch meine Venen schießt.

›Wer ist da?‹, flüstere ich irritiert.

›Cjoubrick. Wir haben vor einigen Wochen bereits …‹

›Ja‹, erinnere ich mich schlagartig, als ich den Namen höre. Ein bildloses Gespräch vor vielen Wochen, als ich allein auf meinem Zimmer in Madrid war. Ich dachte, mit einem der Söldner zu sprechen.

›Wir haben deine Qualle‹, sagt er und mir wird schwindlig vor Verwirrung und Aufregung.

»Was?«, hauche ich verständnislos. ›Was … was willst du?‹

›Antworten‹, entgegnet er abgehackt, gerade, als ich ein eigenartiges Rauschen in der Ferne vernehme. ›Und dich.‹

›Was?‹, frage ich lauter werdend, doch der Fremde hat die Verbindung schon abgebrochen, während ein unbekanntes Geräusch zu meiner Rechten immer lauter wird, gemeinsam mit meinem Puls. Wie rauschendes Wasser oder dröhnende Luft hört es sich an. Ein herannahendes Schiff?

Nein, das darf nicht sein. Wir müssen hier weg. Ich muss sofort von hier verschwinden.

»Liam!«, rufe ich nun und rüttle heftiger an ihm. »Liam, wach endlich auf!« Doch wieder regt er sich nicht, also versuche ich dasselbe bei Ciar, der keine Anzeichen zeigt, die darauf schließen ließen, dass er überhaupt noch lebt. »Oh bitte!«, rufe ich verzweifelt, sehe mich wieder um, dann stürze ich auf das Kontrollmodul zu, drücke wahllos einige Schaltflächen. Ich ziehe das Menü von Bereich zu Bereich, ohne daraus schlau zu werden, bis mein in Panik entfachter Geist meine tauben Finger so sehr zittern lässt, dass ich nicht einmal mehr dazu in der Lage bin.

Und dann taucht es auf, das Schiff, das ich bereits erwartet habe. Die Luft ist so neblig, dass ich es erst sehe, als es nur noch wenige Meter von mir entfernt ist, und ebenso wie unser Boot zuvor, schwimmt es nicht auf dem Wasser, sondern gleitet einige Zentimeter darüber. Es ist um einiges größer als unser Schiff, ich muss meinen Kopf in den Nacken legen, um die Menschen zu mustern, die in vollkommen weiße Kleidung gehüllt sind, eigenartige Tattoos in ihren haarlosen Gesichtern tragen und sich über die Reling recken. Doch ich verweile nur einen Moment, dann stolpere ich so weit von ihnen weg, wie es mir nur irgend möglich ist.

Wohin? Ich kann nicht laufen und nicht schwimmen, um mich herum sehe ich nur die Körper der halbtoten, orangenen Quallen, die ich nicht berühren darf.

›Was wollt ihr?‹, schreie ich den Fremden heiser entgegen. ›Verschwindet, lasst mich in Ruhe!‹

›Vertreib uns doch‹, dringt die Stimme einer Frau höhnisch zu mir herab und ich balle die Hände zu Fäusten, schlucke schwer.

›Was wollt ihr?‹, wiederhole ich und versuche so selbstsicher wie möglich zu klingen. Wer ist dieser Kerl mit all seinen Freunden und woher kommen sie?

Vielleicht …

›Wir nehmen dich mit, also mach keine Anstalten, dich zu wehren, klar?‹, weist mich ein Mann an, den ich mit einer Mischung aus Verärgerung und Angst anfunkle.

Als sich ihr Boot, das im Gegensatz zu den auf ihm befindlichen Menschen schmutzig und verwahrlost aussieht, direkt vor mir befindet, richte ich mich wieder auf, um zu ihnen hinaufzusehen.

›Los, komm hoch!‹, bellt ein Mann, mit dicken, schwarzen Streifen auf dem ganzen Gesicht, die ihn so fremdartig und gefährlich wirken lassen, dass es mir zusammen mit seiner dunklen Stimme eine Gänsehaut bereitet. Sie lassen eine Leiter zu mir hinab, die ich skeptisch mustere, zittere. Mein Herz schlägt so schnell in meiner Brust, dass meine Beine taub werden.

›Was wollt ihr von mir?‹, frage ich bedacht ruhig und geduldig, auch wenn ich nicht weiß, ob es mir gelingt, diesen Eindruck auch tatsächlich auszustrahlen. Es muss doch einen Weg geben, mit diesen Menschen zu kommunizieren, zu erfahren, was sie antreibt, bevor alles wieder in Chaos ausbricht. ›Sagt mir einfach, wohin ihr mich bringt und was ihr wollt, dann komme ich vielleicht mit euch.‹

›Diese Entscheidung liegt nicht bei dir!‹, antwortet wieder die Frau, in einem so schweren Dialekt, dass ich ihre Worte eher erahne als wirklich verstehe.

Und ihre Aggressivität macht mir nur noch mehr Angst.

›Scheiße, können wir das Pläuschchen nicht abhalten, wenn wir unten sind?‹, knurrt der Mann mit dem Streifengesicht wieder, und ich murmle ein »Unten?«, als mir dämmert, woher diese Menschen vermutlich kommen und wohin sie mich bringen wollen. Und als sie mich abermals auffordern, zu ihnen hinaufzukommen, schüttle ich meinen Kopf so heftig, dass der Schmerz darin wieder aufflammt.

›Lasst mich einfach in Ruhe!‹, schreie ich und mustere die fünf Gesichter, die zornig zu mir herabstarren, mit aller Selbstsicherheit, die ich aufbringen kann.

›Komm, oder wir holen dich‹, ruft einer der Männer. Da nun alle etwas gesagt haben, bin ich sicher, dass keiner von ihnen derjenige ist, mit dem ich gerade noch über den Orbit gesprochen habe.

Und ich stehe schweigend dort, während mir das Blut vor Angst und Wut in die Wangen schießt und ich abermals den Kopf schüttle. Sie haben unseren Antrieb deaktiviert und Ciar und Liam – wie auch immer – betäubt. Was hab ich gegen diese Menschen in der Hand? Was kann ich gegen sie ausrichten?

›Verschwindet einfach‹, knurre ich verzweifelt, auch wenn ich weiß, dass ich ihnen nichts entgegenzusetzen habe. Ich will gerade zu weiteren Worten ansetzen, als sie ein weißes, dickes Seil herablassen, vor dem ich zurückweiche, fast erwartend, dass sich jeden Moment einer der Fremden zu mir abseilen würde, doch es beginnt, sich wie ein lebendiges Wesen zu bewegen, vorzuschnellen und nach mir zu schnappen.

Mit einem erschreckten Laut weiche ich ihm aus, ducke mich darunter hinweg, doch in einer Bewegung, die zu schnell für meine Augen ist, packt es mich an meinem künstlichen Handgelenk und zieht mich in Richtung des Schiffes.

»Verflucht, was ist das?«, kreische ich, zerre und ziehe so fest an meinem Arm, dass ich denke, die Verbindungen werden jeden Moment aus meinem Fleisch gerissen. »Ciar, wach endlich auf!« Ich stemme mich mit all meiner Kraft gegen die Schlinge, die mich schon in ihrem Griff hat, doch der Schmerz in meiner Schulter wird so tief, dass ich die Augen schließe und aufschreie. Das Seil zerrt an mir mit einer solchen Kraft, mit einer solchen Wucht, dass es mich schon längst vom Boden des Bootes hätte heben, mich auf das Schiff der Fremden hinaufschleudern müssen, aber etwas hält mich zurück. Nicht Ciar oder Liam, sondern eine unbekannte, unsichtbare Kraft, die sich anfühlt wie die EneCs, die wunderbaren kleinen Computer, die mir schon seit meiner Ankunft in dieser Welt so überaus wohlgesonnen sind.

Nun werden sie und ihre Mission, meinem Willen zu folgen, zu meinem Verhängnis, denn mein Körper kann den beiden Kräften nicht standhalten, scheint unter dem Ziehen und Zerren zu zerreißen; ich stoße einen spitzen Schrei aus, als die Qual sich ins Unerträgliche steigert und ich denke, bereits Zentimeter für Zentimeter spüren zu können, wie der metallene Arm aus meinem Fleisch gezerrt wird.

Und er zerbricht.

Für einen kurzen Moment taumle ich gedankenlos, meine Augen auf das Seil gerichtet, das plötzlich nur noch in die Leere fasst, als die Einzelteile meines Arms laut und schwer auf den Boden des Bootes prasseln und ich das Blut warm aus der neuen Wunde rinnen fühle, wo die Verbindungen aus meiner Haut gerissen wurden. Jemand flucht und ich schwanke benommen vor Schreck und Pein, stolpere rücklings über den Rand des Bootes und falle.

Wasser umschließt mich und nicht mehr fähig, mich zu bewegen, schmecke ich seinen bitteren, dreckigen Geschmack auf meinen Lippen, während ich tiefer zwischen die Leiber all der Quallen sinke und sich ihre weichen, glitschigen Körper an mich schmiegen.

Ich kann nicht mehr schreien, als meine Haut unter ihrer Berührung verbrennt.

3 Wolkengedanken zu “Kapitel 8

  1. Woah, ist das spannend! Wahnsinn! Endlich schaffen es Mara, Liam und Ciar auf das Wasser und finden dann leider doch nicht die richtige Qualle. Und dann tauchen auf einmal Fremde auf, die die Qualle angeblich schon haben. Was wollen sie von Mara? Sind sie aus der weißen Stadt? Gehören die beiden Brüder mit den Tattoos aus Kernstaub zu ihnen? Hat Soug etwas damit zu tun? Oder rettet er Mara vielleicht sogar? Was passiert mit Mara? Die Arme verliert schon wieder ihren Arm.

      1. Ja, das Mara ihren Arm verliert, ist ja leider nicht das Erste Mal vorgekommen. Es freut mich, dass du dieses Kapitel so spannend fandest! Ah *-* Es macht so viel Spaß, solche Echtzeit-Kommentare zu lesen ♥

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